Eigentlich habe ich etwas gegen die unvermeidliche Publikationswelle zu Jubiläen.

Dieses Jahr beispielsweise, zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags, war Martin Luther dran. Eine biografische Darstellung neben der anderen türmte sich in den Buchhandlungen. So ist es nun einmal, zu allen runden Geburts- und Todestagen einer großen Persönlichkeit oder zu den Anniversarien einer Bewegung, eines Großereignisses schießen die Bücher wie Pilze aus dem Boden. Gegen die Vielfalt an Veröffentlichungen zu einem Jubilar habe ich im Grunde nichts, es ist eher das Berechnende und Vorhersehbare daran, was mich stört. Ein Mindestabsatz ist gesichert, so ist das Kalkül – ganz einfach, weil es zwangsläufig mediale Aufmerksamkeit für das Thema geben wird.

2019, im Jahr des 50. Todestages von Gombrowicz wird Ähnliches wohl nicht geschehen, schon gar nicht in Deutschland, oder? In Polen ist nun gerade erst die bisher und vermutlich auf lange Zeit umfassendste Biografie (Klementyna Suchanow: „Gombrowicz – Ja, geniusz“, Wydawnictwo Czarne, Wołowiec 2017, 2 Bde.) erschienen. Darauf wird vorerst nicht so viel folgen, im übernächsten Kalenderjahr lassen wir uns dann vom polnischen Büchermarkt überraschen.

Und nun verkünde ich: für 2019 planen wir eine fünfte Ausgabe, gewissermaßen eine Sonderausgabe, der Gombrowicz-Blätter. Die „Totgesagte“ und „Eingefrostete“ taut wieder auf, zum 50. Todestag des Namensgebers.

Beiträge sind willkommen, Einsendeschluss wird der 31. März 2019 sein.

 

Foto: Skulptur von Jacek M. Szpak, ausgestellt in einem Einkaufszentrum in Radom.

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