Gombroman

»Eine Grenzwanderung und eine Liebeserklärung an die Sprache«

(MAGAZIN Lesen Nr. 4, 2011)

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Norddeutschland, Rostock, Mitte des 21. Jahrhunderts. Im neugegründeten »Institut für Nachhaltige Bioökometrisch-genomodigitale Insektenforschung« stößt der Fliegenforscher Goldbach auf das Manuskript eines unbekannten Autors, das sich mit dem polnischen Schriftsteller und Dramatiker Witold Gombrowicz (1904-1969) beschäftigt.
Der Leser begleitet Goldbach bei der Lektüre dieses Textes, der von der Begegnung mit dem Werk und Leben Gombrowicz‘ handelt, sich aber auch mit polnisch-deutscher Geschichte und Nachbarschaft beschäftigt. Daneben werden Aspekte von Gombrowicz‘ faszinierender Ideen­welt, wie der »Kampf mit der Form«, sein Konzept der »Unreife«, die Betonung des Schmerzes als wesentlichste Erfahrung u. a. m. beleuchtet und mit vielen szenischen Einfällen kurzweilig beschrieben. Fuchs‘ Reflexionen über Gombrowicz‘ Wirkungen im Alltag, seine Reisen auf den Spuren des Polen, Streiflichter aus dem deutschen Buchhandel, Gedanken zu Malerei und Kunst undundund geben ein facettenreiches Bild und machen den Hauptteil des Buches aus.
Dank des von Fuchs eingerichteten »leser­freundlichen Leit­systems« verliert der Leser nicht die Orientierung (es sei denn, er benutzt es zu beflissen).
Gombrowicz‘ letztes, unverwirk­lichtes Projekt war ein Roman, dessen Protagonisten nur eine Fliege und ein Mensch sein sollten. Fuchs schreibt mit der Geschichte um den Fliegen­forscher Goldbach eine Wissenschafts­satire, die hierin ihren Ausgangs­punkt hat.
Der »Gombroman« in Gänze ist in seiner Stil­vielfalt und Sprung­haftigkeit eine Kampfansage an den »Zwang zur Form«.

Rüdiger Fuchs: »Gombroman«,
Charlatan-Verlag 2010, ISBN: 978-3-937206-08-0, Paperback, 486 Seiten. 22,- EUR
Mit einem Frontispiz, Anmerkungen und einer Zeittafel.

Pressestimmen:

»Mamy tam wątek podróżny, erotyczny, sensacyjny, ›powieść w powieści‹, powieść filozoficzną i epistolarną. Obok postaci autentycznych występują fikcyjne. A wszystko kręci się wokół Gombrowicza.«
Moje Miasto 6 (45) 2014

»Fuchs gelang ein Kunstwerk voller sprachlicher Kraft, Witz, kritischer Aufmerksamkeit, denkerischer Tiefe und persönlicher Offenheit.«
Freie Presse, 24.9.2011

»Der ›Gombroman‹ von Rüdiger Fuchs ist ein spannendes Experiment, das mit allen Aspekten der Literatur jongliert. Das Ergebnis ist ein reizvolles Mosaik und eine Hymne auf Witold Gombrowicz (1904-1969).«
Norddeutsche Neuste Nachrichten, 10.5.2011

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